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Enttäuschungen

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Ich arbeite nun seit einigen Jahren mit dem Medium der Collage. Beim Blättern durch Magazine, auf der Suche nach interessantem Material wird offensichtlich, wie sehr unsere Gesellschaft von Essen und seinen Verkaufsstrategien geprägt ist. Das Essen sieht natürlich besser aus als in der Realität und ich frage mich, was es für uns bedeutet, von diesen idealisierten Darstellungen umgeben zu sein. Denn sie haben zur Folge, dass wir im Leben permanent enttäuscht werden.  Momentan bereite ich eine Collage-Ausstellung in Leipzig vor, Ausstellungszeitraum ist 22. November bis 6. Dezember.  Diese idealisierten Bilder wiederum in Kunst zu verwandeln ist auch ein Genuss, jedes fertig gestellte Werk sättigt mich außerordentlich!

Alles spricht!

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Alles spricht. Mit sich selbst, mit anderen, mit den Lauschenden. In dieser Collage-Serie sehen und hören wir Menschen, Tieren, Dingen und auch Lebensmitteln dabei zu. Manchmal absurder Nonsens, manchmal philosophische Einsichten - wie in der Realität. Seit Herbst 2024, open end.

Feigengeschichten

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Das Konzept einer Lecture Performance zu Mythen und Realitäten des Feigenbaums.

Audiokunst kompostieren

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Die Künstler*innen Alan Alpenfelt, Daniela Allocca and Alberto Barberis sammeln nicht mehr benötigtes Audiomaterial, um es zu kompostieren: Sie haben einen Algorithmus erschaffen, der die Dateien langsam zu sonischem Dünger zersetzt. Ich habe Aufnahmen beigesteuert, die ich nicht mehr benötige und die nie veröffentlicht worden sind. Mit dem Material war ich nicht zufrieden gewesen - nun ist es nicht mehr nutzloser Datenmüll, sondern bekommt eine neue fruchtbare Form. Ich freue mich auf die frische künstlerische Nahrung! Die erste öffentliche Präsentation des Kompostierprozesses findet am 21. Oktober 2022 in Venedig statt. Mehr hier: https://www.wastekompostradio.com/ Illustration: Kompostiermaschine. von Anja Zeilinger

Tote Tiere

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Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen, heißt es in einer alten Hymne. Und wenn er vor uns auf dem Gehsteig liegt, schauen wir lieber weg. Susanne Schweigel dagegen zückt dann ihre Kamera. So entstand eine Serie von Bildern, die Tierkadaver im Alltag zeigen. Ohne billige Schockeffekte, ohne kitschige Ästhetisierung. Aber die Bilder zeigen den Tod, das berührt und wirft viele Fragen auf. Denen widmen wir uns im Gespräch mit der Fotografin. Gezeigt werden zwei Werkreihen: der zufällige Tod, also gefundene verstorbene Tiere. Und der herbeigeführte Tod: Bilder von Schlachtungen, die Tierkadaver sollen also als Nahrung dienen. So sind Zwischenstadien von zwei verschiedenen Kreisläufen portraitiert, die stark unterschiedliche Verhältnisse zu Tieren bedeuten.  Pop-Up-Fotoausstellung und Gesprächsrunde Kuratiert von Anja Zeilinger 4. Oktober 2022 im Kunst- und Kulturhaus Neuneinhalb, Bayreuth Mehr Infos hier: https://www.suebklueb.de/2022/09/tote-tiere/

Show & Tell: Wasser

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In keiner Liste der Lieblingsdrinks wird es erwähnt, und doch erkunden Wassersommeliers feinste Geschmacksnuancen. Es hat keine eigene Farbe, und doch produziert es im rechten Licht das schönste Glitzern, und alle Farben ganz tief. In keiner Autobiographie wird es gewürdigt, und ist doch der Anfang allen Lebens.  Es hat keine komplexe Struktur, und doch beeindruckende Eigenschaften, die kein anderer Stoff besitzt. Gerade weil es unser Leben bestimmt, gibt es so viel vom Wasser zu erzählen. mehr hier 11. Juni 2019 um 20 Uhr, Sübkültür Bayreuth

Left Behind

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"People abandon objects in public spaces. I find a resonance  with these objects. I try to speculate on their hidden and untold story.  How have they arrived there? Have they been abandoned or lost?  Who left them and why? There is poignant beauty in those objects.  It is the beauty of imperfection, of reality, of life as it happens." Der griechische Photograph Argyrios Georgiadis hat sich Bayreuth aus einer ungewöhnlichen Perspektive genähert. Er beobachtete monatelang all das, was wir tagtäglich zurücklassen – absichtlich oder unabsichtlich.  Vieles wurde weggeworfen oder verloren, manches jedoch aufmerksam platziert, um es für andere Menschen zu bewahren. Und manchmal sind die Dinge und ihre Erscheinungen einfach nur rätselhaft. Immer wieder finden sich auch Lebensmittel: Spuren einer Mahlzeit oder zum Notizzettel umfunktioniert. So sind Momentaufnahmen entstanden, die doch das ganz Große zeigen. Nämlich ein Gesellschaftsbild zwischen Überfluss und Verwahrlo...

Gelebtes neu belebt

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Vermeintlich Unnützes und Unzusammenhängendes wird von der Künstlerin Katrin Schinner zu Objekten und Skulpturen geformt und so neu belebt. Die Entstehung und der ehemalige Gebrauch der Dinge erfährt hier eine besondere Wertschätzung, wie auch die Ästhetik des Verfalls. Dabei entstehen große und kleine Werke, die unsere Sehgewohnheiten auf den Kopf stellen. Eine Serie von Assemblagen, die Tramperbilder, karikiert Urlaubsidyllen und enttarnt Reiseklischees. Kleine Geschichten werden erzählt, absurde Puppen spielen mit Schönheitsnormen. Natürlich stellen verwendete Alltagsmaterialien wie Kronkorken oder Besteck auch ein elitäres künstlerisches Flair in Frage. Es darf also gelacht werden, wenn wir bekannte Formen in den vielschichtigen Objekten entdecken. Pop-Up-Ausstellung am 11. Dezember 2018 ab 20 Uhr Kunst- und Kulturhaus Neuneinhalb, Kämmereigasse 9 1/2, 95444 Bayreuth mehr hier

Die Reinkarnation eines Happenings

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1993 erfand der Kurator Hans Ulrich Obrist eine Kunstausstellung, die nie aufhört: „do it“. Viele namhafte Künstler von Ai Weiwei über Yoko Ono bis Marina Abramovic steuerten mal kurze, mal ausführliche Anleitungen bei, die jedes Mal von anderen Menschen ausgeführt und so neu interpretiert werden. Damit entsteht eine vielfältige Ansammlung von Installationen, Zeichnungen und Performances – die natürlich immer den Stempel der Ausführenden tragen.  "do it" wurde seitdem an den unterschiedlichsten Orten verwirklicht - vom White Cube bis zum privaten Wohnzimmer. So auch am 23. Oktober 2018 in Bayreuth: Der Kültürklüb, innenstädtische Galerie mit starkem anarchischen Fundament, war Schauplatz einer weiteren Inkarnation. Eine bunte Truppe an Kunstverrückten versammelte sich abends und brachte gemeinsam die vergänglichen Werke in die Welt. Durchaus mit genüsslichen Zutaten... die im Anschluss verspeist wurden. mehr hier

Kraut & Rüben Openair

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Wir sind Saalmitte, ein Zusammenschluss von unabhängigen Veranstalter*innen in Bayreuth seit 2013. Gemeinsam haben wir u. a. das "Kraut & Rüben"-Festival in der Wilhelminenaue aufgebaut und etabliert, organisieren aber auch viele andere Veranstaltungen mit musikalischem Schwerpunkt. Unsere Mitglieder sind am Kunst- und Kulturhauses Neuneinhalb beteiligt, Veranstalter von Konzerten im Glashaus und im Zentrum, selbständige Kurator*innen, auch Kunst- und Musikschaffende sind in unserem Team. 2017 gründeten wir das Kraut & Rüben Openair zunächst als reines Musik-Festival, später wurde es durch ein kulturelles Beiprogramm mit Kunst, Workshops zur Umweltbildung und interaktiven Installationen erweitert. “Kraut & Rüben” steht in dem Kontext nicht für Chaos, sondern beschreibt das Festival als einen metaphorischen Acker für unabhängige Kulturschaffende, die mit ihren individuellen Ansätzen als Kulturpflanzen dort ein neues, gemeinsames Ökosystem bilden. An der Ernte könne...

Frühstück

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Wir laden zum Frühstück: Das Publikum erwartet ein Kunst-Happening, bei dem nichts ist, wie es scheint. Morgen-Kaffee und Müsli werden in verwirrenden Formen dargeboten, das Frühstücksradio kommt live vom Mars. Das Geschirr ist seltsam vertraut, aber kann man davon essen?  Verschiedene Interventionen und Show-Einlagen zelebrieren Morgenkultur am Abend in einem eigens gestalteten Ambiente. Künstlerisches Konzept und Installationen: Siegrun Salmanian und Anja Zeilinger  24. Oktober 2017 um 20 Uhr Forum Phoinix, Bayreuth mehr hier Photos: Alexander Bauer

con|tai|nern

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Lebensmittel werden aus unterschiedlichen Gründen von Angestellten der Supermärkte und anderen Geschäften entsorgt: Manchmal haben sie Schönheitsmakel, aber auch eine Umstellung des Sortiments oder beschädigte Verpackungen können Anlass zum Entsorgen sein. Containern bedeutet, weggeworfene und noch genießbare Lebensmittel zum Eigenverbrauch aus dem Abfallcontainer (eines Supermarktes) zu holen. Containern kann gemäß § 123 Abs. 1 StGB (Hausfriedensbruch) und/oder nach herrschender Meinung gemäß § 242 StGB (Diebstahl) und ggf. § 243 StGB verboten sein.  Allerdings wurden bisher nur Einzelfälle juristisch verfolgt. Kunstaffine Lebensmittelretter*innen bauen im Zeitraum zwischen Waschen und Verspeisen vergängliche Skulpturen, Gemüse-Mosaike und essbare Installationen. Diese Praxis hat auch in Bayreuth Einzug gehalten. Wohlkolorierte Assemblage von Arno und Anja

Die SINNhaftigkeit von Schimmel

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Im Alltag kommen wir alle mit Schimmel in Berührung, und trotzdem ist es auch ein Tabuthema – denn wir reagieren oft mit Ekel. Schambesetzt ist es zudem, denn Schimmelbefall steht für Kontrollverlust. Eine Gruppe Studierender der Humangeographie hat Auswirkungen von Schimmel in Bayreuth erforscht und bringt uns seine unerwartete Vielseitigkeit aus verschiedenen Blickwinkeln nahe. In einer interaktiven Ausstellung werden ihre Forschungsergebnisse sinnlich erfahrbar. Ein paar weitere Gäste werden vor Ort sein: Die Künstlerin Sabine Kirsch präsentiert Werke, die anlässlich dieses Projekts angefertigt wurden, und der Mikrobiologe Dr. Kassem Alef beantwortet Fragen zu Feuchteschäden und Schimmelpilzbeseitigung. Vernissage am 7. Februar 2017 um 20 Uhr Forum Phoinix, Kämmereigasse 9 1/2, 95444 Bayreuth Akademischer Betreuer:  Dr. Jan Hutta Künstlerische Beratung: Anja Zeilinger

Die Volxküche: eine soziale Skulptur

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Im April 2015 gründeten wir - Jonathan, Tanja, David und Anja - die Volxküche Bayreuth. Wir kochten zunächst im Hinterhof einer Kunstgalerie: mit mobilen Herdplatten, improvisierter Küche und vielen Helfenden entstand so ein wöchentlich inkarnierendes Pop-Up-Restaurant im Grünen. Im Laufe der Zeit wechselten Orte und Menschen, der Spirit blieb.  Mittlerweile ist die VoKü eine feste Institution in Bayreuth und hat eine dauerhafte Heimat im TransitionHaus gefunden. Photos: Volxküche Bayreuth

SübSalon: Nachhaltigkeit und Upcycling

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Seit Jahren wird es immer beliebter, Dinge und Materialien nicht nur wiederzuverwerten, sondern selbst neue Gebrauchsgegenstände, Schmuck oder Kunst aus ihnen zu schaffen. Ist Upcycling eine angemessene Reaktion auf drohende Ressourcenknappheit? Und hat sich hier eine große Bewegung gebildet, oder handelt es sich eigentlich nur um ein Nischenphänomen? Jenseits vom kommerziellen Zugang ist Upcycling nicht nur ein privater Zeitvertreib. Auch Grassroots-Bewegungen haben sich dem Prinzip verschrieben: Die lokale, noch junge “Foodsharing”-Initiative arbeitet daran, die Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren, indem sie vor dem Wegwerfen gerettet und weiter verteilt werden. Manuel Wiemann, einer der Botschafter der Bayreuther Gruppe, wird von der Arbeit erzählen - und auch, inwiefern dort althergebrachte Wirtschaftsstrukturen in Frage gestellt werden. Denn: Hier wird Essen zum subversiven Akt! Außerdem: Kerstin Rank von Bag to Life  gibt ausrangierten Rettungswesten ein neues Leben...

Imperfect Improvised Impermanent

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Wir sind im Alltag von Dingen umgeben, die normiert sind. Wir erwarten genau abgemessene Lebensmittel, Markenprodukte müssen immer identisch sein und Abläufe reibungslos. Moderne Produktionsbedingungen und technische Möglichkeiten haben uns sehr anspruchsvoll gemacht. Konsumgüter können absolut defektfrei sein und Körper perfekt; deshalb sollen sie es auch. Dass diese Möglichkeiten auf Kosten von Originalität, Vielfältigkeit und lustvollem Erleben gehen können, wird schnell vergessen. Der französische Designer und Künstler Régis Lemberthe sieht hier dementsprechend keine erstrebenswerte Makellosigkeit. Kann Kunst in einer Weise produziert werden, dass sie dabei hilft, zeitgenössische Krankheiten wie Kontrollwahn und Vermüllung zu vermeiden? Gab es aktuelle Trends wie Upcycling und Do-it-Yourself nicht schon viel früher, und unter welchen Bedingungen? Und was hat das mit Zen-Buddhismus zu tun? Darüber wird er reden – all das aber ebenfalls veranschaulichen, nämlich an eigenen Objekten,...

Where were you when I was here?

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Uche Uzorka (geb. 1974, Nigeria) war im Juli 2014 artist in residence im Iwalewahaus Bayreuth . Zum Abschluss seines Aufenthaltes waren Collagen und eine Installation, die in dem Zeitraum entstanden sind, zu sehen. Uzorka sieht Archive generell als begrenzte Bibliotheken, in der Wissen gelagert, geschätzt und bewahrt wird. Mit dem Archiv des Iwalewahauses arbeitete er, indem er langsam, wiederholt und obsessiv Bilder geschreddert und zerschnitten hat, die er in Büchern und anderen Druckmaterialien fand, die einen Bezug zu Nigeria und anderen afrikanischen Ländern haben. Es handelt sich jedoch nicht um Zerstörung, sondern um eine Transformation – die Bilder haben eine andere Form bekommen, auch eine andere Form der Aufbewahrung, und eine neue visuelle Qualität. Einige sind nun in Weckgläsern haltbar gemacht und warten in der Speisekammer auf Kunsthungrige, die sich an den Werken nähren und laben werden. Juli & August 2014 im Forum Phoinix, Bayreuth Kuratiert von Maimuna Adam und An...