Imperfect Improvised Impermanent
Wir sind im Alltag von Dingen umgeben, die normiert sind.
Wir erwarten genau abgemessene Lebensmittel, Markenprodukte müssen immer identisch sein und Abläufe reibungslos.
Moderne Produktionsbedingungen und technische Möglichkeiten haben uns sehr anspruchsvoll gemacht. Konsumgüter können absolut defektfrei sein und Körper perfekt; deshalb sollen sie es auch. Dass diese Möglichkeiten auf Kosten von Originalität, Vielfältigkeit und lustvollem Erleben gehen können, wird schnell vergessen.
Der französische Designer und Künstler Régis Lemberthe sieht hier dementsprechend keine erstrebenswerte Makellosigkeit. Kann Kunst in einer Weise produziert werden, dass sie dabei hilft, zeitgenössische Krankheiten wie Kontrollwahn und Vermüllung zu vermeiden? Gab es aktuelle Trends wie Upcycling und Do-it-Yourself nicht schon viel früher, und unter welchen Bedingungen? Und was hat das mit Zen-Buddhismus zu tun? Darüber wird er reden – all das aber ebenfalls veranschaulichen, nämlich an eigenen Objekten, die an diesem Abend ausgestellt werden.
24. Februar 2015, Kämmereigasse 9 1/2, 95444 Bayreuth
Organisation und Moderation: Anja Zeilinger
Geboren in Frankreich und ausgebildet in den Niederlanden lebt und arbeitet Régis Lemberthe mittlerweile in Berlin und stellt international aus. Er produziert nicht nur Dinge, sondern auch Wissen – seine Techniken gibt er in vielfältigen Workshops weiter. Von ihm geschaffene Möbel stehen in der französischen Amazon-Zentrale in Paris.
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Photo: Régis Lemberthe
